Als gemeinnütziger, nicht-gewinnorientierter Verein engagiert sich Stadtbewegung e.V. für kostenlose, niedrigschwellige Bewegungsangebote im öffentlichen Raum. Unsere Angebote finden ganzjährig draußen statt, sind offen für alle Menschen und werden von qualifizierten Übungsleitenden angeleitet.
Wir erreichen insbesondere Menschen, die im organisierten Sport oft kaum vertreten sind: Menschen mit geringem Einkommen, Menschen mit Behinderungen, mit Flucht- oder Migrationserfahrung, queere Menschen, Ältere und Alleinerziehende.

Unsere Arbeit basiert auf zivilgesellschaftlichem Engagement, professioneller Organisation und öffentlicher Förderung. Damit wir diese wichtige Arbeit fortsetzen und ausbauen können, haben wir folgende politische Forderungen:
1. Anerkennung und Förderung von gemeinwohlorientiertem Bewegungssport im öffentlichen Raum
- Dauerhafte, gesicherte Förderung von offenen, gemeinnützigen Bewegungsgruppen.
- Institutionelle Förderung für Träger, die kontinuierlich Angebote organisieren, koordinieren und evaluieren.
- Anpassung des Sportförderungsgesetzes: Auch nicht mitgliedschaftsbasierter, nachbarschaftsnaher Bewegungssport muss förderfähig sein.
- Frühzeitige Bewilligung von Projektgeldern, um Planungssicherheit zu schaffen.
- Erweiterung der Förderprogramme für gesundheitsbezogene, inklusive und quartiersnahe Bewegungsangebote.
2. Flächenzugang und rechtliche Absicherung
- Freigabe geeigneter Flächen in Parks, Grünanlagen und auf Plätzen für gemeinnützige Bewegungsgruppen.
- Einführung einer Sondernutzungskategorie im Grünanlagengesetz für Bewegungsangebote mit Gemeinwohlcharakter.
3. Ausbau der Infrastruktur für Bewegung im öffentlichen Raum
- Beleuchtete, gepflegte und barrierefreie Bewegungsflächen in großen Parks.
- Dauerhaft montierte Informationstafeln zu bestehenden Angeboten, Treffpunkten und Kontaktstellen.
- Toiletten, Trinkbrunnen, Sitzgelegenheiten für mehr Aufenthaltsqualität.
4. Digitale Sichtbarkeit & Kommunikation
- Unterstützung bei der digitalen Sichtbarmachung unserer Angebote (z. B. berlin.de, Bewegungslandkarten).
- Digitale Infrastruktur für zivilgesellschaftliche Anbieter*innen: vereinfachte Flächennutzung, Fördermittelbeantragung und Öffentlichkeitsarbeit.
5. Partizipation und Zusammenarbeit auf Augenhöhe
- Einbindung gemeinwohlorientierter Akteur*innen in die Sport- und Gesundheitsentwicklungsplanung.
- Kooperationsformate zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft.
- Berücksichtigung unserer Expertise bei Stadtentwicklungsprojekten, insbesondere bei der Gestaltung öffentlicher Räume.
6. Inklusion und soziale Gerechtigkeit
- Förderung von barrierefreien und inklusiven Angeboten für Menschen mit Behinderungen, Ältere, chronisch Erkrankte und weitere unterrepräsentierte Gruppen.
- Anerkennung der Rolle zivilgesellschaftlicher Träger bei der Bewegungsförderung für Menschen mit Ausgrenzungserfahrungen.
7. Nachhaltigkeit
- Stärkung klimafreundlicher Bewegungsangebote im Park (ÖPNV-Anbindung, Nutzung vorhandener Flächen, ressourcenschonende Ausstattung).
- Förderprogramme sollen nachhaltige Kriterien berücksichtigen: Müllvermeidung, langlebige Materialien, Reparatur statt Neukauf.
Unser Fazit:
Unsere Bewegungsangebote stärken Nachbarschaft, Gesundheit und Teilhabe. Sie verdienen die gleiche politische Aufmerksamkeit wie der klassische Vereinssport. Denn: Bewegung im öffentlichen Raum ist eine Voraussetzung für ein gesundes, lebendiges und inklusives Berlin.
